Alpensalamander (Salamandra atra)

 

Aussehen und Merkmale

Alpensalamander werden als adulte Tiere zwischen 12-16cm groß. Sie ähneln den Feuersalamandern, sind jedoch zierlicher gebaut und (zumindest in der in Deutschland ausschließlich vorkommenden Nominatform S. atra) komplett schwarz gefärbt. Die Haut wirkt feucht, wie mit Lack überzogen. Die Augen ragen deutlich aus dem Kopf empor, die dahinterliegenden Parotiden sind nierenförmig und groß.

Der Körper sowie der Schwanz sind deutlich segmentiert, entlang der Körperseiten verlaufen Reihen von halbkugelförmigen Warzen mit Drüsenöffnungen, aus denen Wehrsekret abgegeben werden kann.

 

Verbreitungsgebiet des Alpensalamanders. Quelle: wikipedia.de
Verbreitungsgebiet des Alpensalamanders. Quelle: wikipedia.de

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über vom Süden Deutschlands (hier nur im südlichsten Bayern und im südöstlichsten Baden-Württemberg) über die Schweiz und Österreich, Liechtenstein und Norditalien bis in die albanische Gebirgsregion an.

 

Lebensraum

Bezüglich ihrer Lebensräume in den Alpen sind die Salamander recht anspruchslos, solange genügend Feuchtigkeit gibt. Alpweiden mit Trockenmauern und Lesesteinhaufen, Wälder, Karstgebiete; wenn Feuchtigkeit und Verstecke vorhanden sind, dann sind vermutlich auch Salamander vor Ort. Nahe Bächen oder in Schluchten sind die Tiere besonders häufig anzutreffen.

 

Lebensgewohnheiten

Alpensalamander sind nachtaktiv, lediglich an verregneten, trüben Tagen lassen sie sich (dann teilweise auch in Massen) tagsüber antreffen. Sonst verbringen sie ihre Tage in Verstecken um nachts hervor zu kommen und auf die Partnersuche oder auf die Jagd zu gehen. Als Nahrung dienen ihnen Käfer, Asseln, Spinnentiere, Schnecken und andere Kleintiere.

 

Fortpflanzung

Unter den heimischen Amphibien sticht der Alpensalamander besonders dadurch hervor, dass er zur Reproduktion nicht länger an Gewässer gebunden ist. Während der gesamten jährlichen Aktivitätsperiode kann es zu Paarungen kommen, wobei das Männchen sich unter das Weibchen schiebt und ihre Vorderbeine umklammert.

Nach erfolgreicher Paarung entwickeln sich zunächst die Eier und dann die Larven im Mutterleib. Zunächst ernähren sich die Larven von unbefruchteten Eiern, später von einem speziellen Gewebe der Mutter, der „Zona trophica“.

Nach zwei bis vier Jahren bringen die weiblichen Tiere dann zwei voll entwickelte Jungtiere zur Welt, die bei der Geburt etwa 4-5cm messen.

 

Natürliche Feinde und Gefährdung durch menschliche Einflüsse

Fressfeinde haben Alpensalamander durch ihre Hautsekrete nur wenige, alle Prädatoren lassen sich dadurch jedoch nicht abhalten: Kreuzottern, Ringelnatter und Igel sowie manchmal Rabenvögel wie Kolkraben und Elstern wurden bereits als Fressfeind nachgewiesen.

Eine der größten Gefährdungen der Salamander ist ihr relativ kleines Verbreitungsgebiet sowie ihre vergleichsweise geringe Reproduktionsrate, wodurch sie für Habitatzerstörungen durch menschliche Einflüsse relativ anfällig sind.

 

 

Quellenangaben

-Heimische Amphibien (Glandt; 2008)

-Auf Schlangenspuren und Krötenpfaden (Meyer et al.; 2009)

-Wikipedia.de

 


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